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M. Schultesoehne


Linz 1787, in Deutschland regiert Kaiser Joseph 2., erst vor wenigen Jahren ist die Leibeigenschaft aufgehoben worden, Frankreich steht kurz vor dem Ausbruch der Revolution, und auf dem Balkan bricht der zweite Türkenkrieg aus.

In diese aufgewühlten Zeiten fällt die Gründung der Fa. M. Schulte Söhne in Linz.

Die Firma wurde am 15.Juli.1787 von Cornelius Koch aus der Taufe gehoben und nach seinem Tod von Sohn Johann Joseph und übernommen. Das Geschäft befand sich in der Mittelstraße in Linz. Trotz schwerer Zeiten verstand es Johann Joseph Koch, das väterliche Geschäft über die Zeit der Befreiungskriege in eine ruhigere Friedenszeit hinüberzuführen. Von seinen beiden Töchtern heiratete Josephine im Jahr 1865 Joseph Michael Schulte aus Köln. Dem Schwiegersohn gelang es, das Geschäft, das nun auch seinen Namen trug, erstmals zu vergrößern. Aus der Enge der Stadt wurde der Standort der Firma nach draußen verlegt. Dort – in der Asbacher Str.42-46 – steht das Geschäft auch heute noch.

Die beiden Söhne – Joseph und Wilhelm – bauten das Unternehmen weiter aus. Die Lagerräume wurden bedeutend erweitert, ein neues, umfangreiches Formeisenlager sowie ein Ausstellungsgebäude für Herde, Installation und Haushaltsgegenstände errichtet und 1901 vollendet. Im Lauf der Jahre wuchs der Kundenkreis weit über Linz hinaus. Die Waren wurden den Kunden frei Haus geliefert. Schwere Pferdefuhrwerke übernahmen den Transport. Anfang der 20er Jahre löste der Traktor und dann der Lastwagen die Pferde ab.

Zwei Weltkriege und anschließende Geldentwertungen trafen das Geschäft hart. Es bedurfte jedesmal großer Anstrengung, um diese Rückschläge zu überwinden.

Folgende Baumaßnahmen wurden danach in Angriff genommen:

* 1968 Umbau und Modernisierung der Eisenwaren- und Haushaltswarenabteilung

* 1977 Neubau einer Sanitärausstellung mit Lager

* 1985 Neubau einer Lagerhalle für Stab- und Formstähle an der Asbacher Str. in Linz

* 1995 Neubau einer Lagerhalle in Vettelschoss/Kalenborn und Auslagerung des gesamten Stahllagers

* 2002 Neubau einer weiteren Lagerhalle in Vettelschoß/Kalenborn

Nach dem Tode von Joseph (1957) und Wilhelm (1962) übernahmen deren Söhne Willy und Ferdinand Schulte die Führung des Unternehmens, das sich mittlerweile seit fünf Generationen im Familienbesitz befindet und als Fachgeschäft seiner Branche einen ausgezeichneten Ruf genießt. Nach dem Tode von Willy Schulte (1968) wurde die Firma von seiner Tochter Maria Dillmann, ihrem Mann Josef Dillmann und Ferdinand Schulte geführt. Im Jahre 1989 verkaufte Ferdinand Schulte aus Altersgründen seinen Geschäftsanteil an Klaus Dillmann, dem Sohn von Maria und Josef Dillmann. Ferdinand Schulte blieb jedoch mit der Firma verbunden und war weiterhin bis kurz vor seinem Tode (1997) in die tägliche Arbeit eingebunden.

Im Juni 2002 wurde in Kalenborn mit dem Bau einer zusätzlichen Lagerhalle begonnen, welche eine Erweiterung des Stahl-Lagerprogramms ermöglichen wird. Zum Jahreswechsel konnte die 900 m² große Halle bezogen werden. Durch die zusätzlich zur Verfügung stehende Fläche wurde das Edelstahl- und Aluminiumprogramm erweitert.

Fortsetzung folgt...


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